20x Alpencross – alle Alpenüberquerungen – Zahlen, Daten Fakten

Wer zwanzig Mal die Alpen traversiert, der kumuliert nicht nur Kilometer und Höhenmeter, der summiert auch jede Menge Eindrücke, der sammelt unwiederbringliche Momente und Erlebnisse. Jeder einzelne Alpencross ist hier im Blog im Detail nacherlebbar, nachzulesen. Doch bislang fehlte ein Überblick, sozusagen ein Extrakt aus 20x AlpenX. Der ganze Wahnsinn war wahnsinnig schön und so mag es erlaubt sein, einmal alles zusammen zu tragen, aufzulisten und wie ein süßes Gift zu extrahieren.

Lasst Euch animieren von den nackten Zahlen, den Daten und ein paar subjektiven Fakten (jeder definiert seine persönlichen Highlights vielleicht etwas anders). Die zahlreichen Anekdoten selbst sind in jeder Story zu finden (der Link dazu ist jeweils eingefügt), hier will ich „nur“ versuchen 17 Jahre Alpencross Erfahrung (2002-2019) aufzulisten und dem ambitionierten Crosser einen Überblick zu geben, was möglich und was machbar ist. Sozusagen, der ganze Wahnsinn auf einen Blick: seht selbst.

Nr.1 – 2002 – Tegernsee – Riva

Das erste Mal

551 KM / 13503 Höhenmeter / 8 Tage / Centurion NoPogo

4 Freunde, das erste Mal. Von langer Hand geplant, mussten wir ein Jahr zuvor im September die Segel streichen. Dieser Cross vom Tegernsee übers Zillertal, den Schlegeisspeicher und vom Pfitscher Joch über das beschwerliche Pfunderer Joch ist einer der klassischen Übergänge. Landschaftlich von großem Reiz, wurde die Tour später über die Seiser Alm und den Manghen Pass nicht minder sensationell. Das es unterwegs ein Beatles Open Air in Levico gab und ein anschließend fulminantes Finale über den Kaiserjägerweg nach Rovereto und dem legendären Monte Velo hinab nach Riva macht diese AlpX Premiere nahezu perfekt. Das unbeschreibliche Feuerwerk an der Hafenmole in Torbole bleibt unvergessen.

Pfitscher Joch

unvergessen diese Stimmung beim ersten Mal !

Highlights: Pfitscher Joch, Pfunderer Joch, Seiser Alm, Manghenpass.

Die Story dazu –> hier.

Nr.2 – 2004 – Schwaz – Riva

Männlein/Weiblein Cross

425 KM / 11796 Höhenmeter / 7 Tage / Centurion NoPogo

Auch eine Premiere in gewisser Weise. Erstmals mit Bike-Partner Carolin on Tour. Und wir kleckerten nicht, sondern klotzten gleich richtig. Auch diese Route übers Geiseljoch, dass Tuxer Joch, den Brenner Grenzkamm und den Jaufenpass hat Schmackes. Durch das liebliche Südtirol gleiten wir dann hinab Richtung Meran, um noch das Rabbi Joch zu erstürmen und auch den tollen Trail hinunter ins Tal auszukosten. Zuvor galt es die Naturnser Alm und das Ultental zu bezwingen. Riva ist und bleibt als Destination das Mittel der Wahl für uns Crosser.

down to Schmirrntal

Highlights: Geiseljoch, Tuxer Joch, Brennergrenzkamm, Rabbi Joch.

Die Story dazu –> hier.

Nr.3 – 2005 – Siegsdorf – Udine

Blue Cross

437 KM / 9553 Höhenmeter / 5 Tage / Centurion LRS HFS

Was sich einmal bewährt hat, geht auch ein zweites Mal. Und wenn man schon 2x klassische Wege gegangen ist, darf man auch nach Alternativen suchen. Von der Haustür bis nach Udine führt dieser Cross. Hinauf zur Steinplatte, hinunter nach Waidring und weiter bis zum Spielberghaus und dann nach Saalbach, wo uns der Anstieg zum König Glockner erwartet. Von Lienz aus geht es weiter auf dem Drau-Radweg in die Kartischer Dolomiten, wo wir grandioses Bergkino erleben dürfen. Der anschließende Weg durch Friaul ist zunächst schotterig grob, dann sehr Teerlastig. Udine empfängt uns dennoch herzlich.

Karnischer Sattel

Highlights: Großglockner, Kartische Alpen.

Die Story dazu –> hier.

Nr.4 – 2006 – Siegsdorf – Riva

Isch reiß Disch mit Cross

552 Kilometer / 12180 Höhenmeter / 8 Tage / Centurion HFS LRS

Er wollt nicht so. Dann hab ich ihn mitgerissen. Dies ist die Geschichte vom Best-Friend-Cross. Sie führt ebenfalls von der Haustüre weg, hinauf zum Straubinger Haus und immer entlang des Wilden Kaisers, dessen Kleider so spektakulär sind. Wir erkämpfen uns, saison untypisch, die Hahnenkamm Abfahrt (entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung) und nehmen die garstigen Krimmler Tauern in Angriff. Episch aber toll. Über den Kronplatz führt der Weg hinauf nach Fanes und weiter zum Passo Pordoi und vorbei am Karer See vorbei geht es schließlich ins Etschtal nochmals episch auf dem Radweg bis Rovereto. Denn Lago Cei lassen wir (leider aus) und erstürmen Riva um stolz unsere Brüste zu heben.

Krimmler Tauern

Highlights: Krimmler Tauern, Kronplatz, Pralongia, Passo Pordoi.

Die Story dazu –> hier.

Nr.5 – 2007 – Oberstdorf – Riva

Unser Schönster

518 Kilometer / 15545 Höhenmeter / 8 Tage / Centurion LRS HFS

Mit Werner sollte eine neue Serie eröffnet werden, die sich fortan steigerte. Unser Schönster folgt der (leicht veränderten) berühmten Heckmair Route. Wir erleben fantastische Tage. Über den legendären Schrofenpaß steuern wir zur Freiburger Hütte, folgen romantisch ins Silbertal, nächtigen auf der Heilbronner Hütte, bevor wir den Anstieg zur Heidelberger Hütte unterhalb des Fimbapasses erklimmen. Die Crosser Krönung erleben wir im sensationellen Val di Uina und werden reich beschenkt im Val Mora, bevor wir den Passo Verva und später am Forcilina di Montozzo stolz die Fäuste ballen. Am Gavia übe ich mich 2h in anatomischen Studien. Über den Tremalzo geht es hinunter zum Lago. Besser kann kein Cross enden.

Peak

Highlights: Schrofenpaß, Fimbapass, Val di Uina, Val Mora, Stilfser Joch, Passo Gavia, Rif. Bozzi

Die Story dazu –> hier.

Nr.6 – 2008 – Jenbach – Riva

Operation geht scho

430 Kilometer / 14900 Höhenmeter / 8 Tage / Centurion LRS HFS

Scheiß Köter. Aber das müsst ihr nachlesen. Meinte der Arzt noch: vielleicht kommen Sie ja doch in Riva an, so waren wir sicher: wir kommen an. Über den Weerberg schrauben wir uns hinauf zum Geiseljoch und nehmen auch nochmal das Tuxer Joch aufs Korn, welches wir weitgehend fahrend hinab meistern. Das eigentlich Highlight jedoch wird die Schneebergscharte oberhalb der Poschalm, sowie in der Folge das hoch gelegene Eisjöchl nahe der Stettiner Hütte. Ein Traum. Der anschließende Sinkflug hinunter nach Meran ist unbeschreiblich lang, schön und atemberaubend. Das wir dann übers Rabbi Joch und später Richtung Andalo fahren erscheint in diesem Zusammenhang nur logisch. Der Coppa Yoghurt in Riva hat mittlerweile Tradition. Die ungeplanten Junggesellinnen Abschiedsfeier ist eine Geschichte der besonderen Art.

fahrbar

Highlights: Geiseljoch, Tuxer Joch, Schneebergscharte, Eisjöchl

Die Story dazu –> hier.

Nr.7 – 2009/1 – Mittenwald – Riva

Der kernige Cross

499 Kilometer / 14761 Höhenmeter / 8 Tage / Centurion LRS HFS

Die Nummer3 mit Werner. Diese lassen wir es scheinbar sanft angehen, indem wir Elemente der via Claudia einbauen. Allerdings endet das ab Ischgl abrupt. Wir schrauben uns links hoch zur Idalpe (rechts gehts zur Heidelberger Hütte) und berühren Schweizer Land. Hinab, hinauf nach S-Charl, wo wir historisch nächtigen um über den Umbrail Pass weiter ins traumhafte Val Mora steuern. Sowohl der Passo Verva als auch der folgende Mortirolo sind knackig, aber toll. Über den Passo Bregna Ors geht es weiter ins Trentino und natürlich finally an den Lago.

Highlights: Via Claudia, Id Alpe, S-Charl, Val Mora, Passo Verva

Die Story dazu –> hier.

Nr.8 – 2009/2 – Füssen – Riva

Pärchen Cross

490 Kilometer / 12000 Höhenmeter / 7 Tage / Centurion Backfire Ltd.

Mit der eigenen Frau klappt das auch. Ich komme am Freitag zurück von Cross Nr.7 und starte am Samstag zu Cross Nr. 8. So geht Bäume ausreißen. Diesmal steht Neuschwanstein auf dem Zettel, vorbei am Plansee und hinauf zum Rechenpass bewundern wir schließlich die zigtausend Mal fotografierte und versenkte Kirche am Reschensee, nachdem wir übers Plamord gefahren sind. Der Sinkflug Richtung Meran ist eine Quell der Freude und weil es schön war, nehmen wir nochmals St.Maria, Val Mora und den Passo Verva aufs Korn und landen einmal mehr in Grosio beim Jim (Tipp). Der nächste Übergang ist der Mortirolo und schließlich der Tonale, bevor es hinab nach Dimaro über Madonna di Campiglio nach Riva geht.

Val Mora
im Val Mora. Träumchen

Highlights: Fernpass, Plamord, Reschenpass-/See, Val Mora, Bocca dell Ussol

Die Story dazu –> hier.

Nr.9– 2010 – Lago Maggiore – Riva

Sieben Seen Cross

450 Kilometer / 14466 Höhenmeter / 8 Tage / Centurion Numinis

Der Titel sagt alles. Über sieben Seen sollst Du fahren, das ganze war seensationell und wir haben heute immer noch Seensucht danach. Gestartet wird, exotischerweise, am Lago Maggiore und der Weg führt von nun an ostwärts, wir traversieren die Alpen in der West – Ost Richtung. Über den imposanten Monte Tamaro geht es weiter zum Passo St. Lucio bevor wir den Lago Como queren und einen neuen Tagesrekord bis zum Rif. Tavecchia (3046hm) aufstellen. Über das Rif. Grassi geht es zum spektakulären Zucco del Corvo weiter ins beschauliche Pisogne. Noch sind wir nicht am Ziel und arbeiten uns über das Forcella di Pezzoro weiter vorwärts. Der Passo Maniva markiert einen weiteren Höhepunkt, bevor wir abwärts gleiten ins Tal nach Storo und nun den Tremalzo hinterrücks erobern. Von dort gibt es nur noch breites AlpX Grinsen bis hinunter zum Lago über die legendäre Ponale Strasse zum Hafenbecken.

Zucco del Corvo

Highlights: Lago Maggiore, Lago Lugano, Comer See, Lage Idro, Lago Iseo, Lago Ledro, Lago Garda.

Die Story dazu –> hier.

Nr.10 – 2011/1 – Schwaz – Bassano del Grappa

Monte Grappa Cross

450 Kilometer / 11500 Höhenmeter / 8 Tage / Centurion NoPogo

Boh. Was für eine tolle Tour – leider mit zwei komplikativen Zwischenfällen (Udo ist bei jedem Cross für eine besondere Story gut) aber letztlich doch erfolgreich finalisiert. Der Prolog f+rhrt uns bis zum Weerberg. Dann über das Penkenjoch geht es zur Rastkogelhütte und bis vor die Tore des Schlegeisspeichers in einer Tagesetappe mit Überlänge und Regenhaut. Über Rodeneck wollen wir zum schönen Lüsner Joch um kurz darf die berühmte Cinqui Torri in Angriff zu nehmen (das erste Mal auf einem Cross nutze ich die Gondel). Es folgen weitere Highlight, wie das Baita Segantine und Richtung Valsorda dann ein schicksalshafter 48 Kehren Schotterweg der in den Fels geschlagen ist und die Tour nachhaltig beeinflussen sollte. Martin erklimmt die sensationellen Trails rund um den Monte Grappa und der letzte Abend in Bassano ist anders aber nicht minder schön. Einmal mehr.

in vier Teilen nach zu erleben auf Youtube: Teil1 –> Teil2 –> Teil3 –> Teil4

da hinten musst du rüber

Highlights: Loassattetl, Sidanjoch, Pfitscher Joch, Rodenecker Alm, Jakobsstöckl, Würzjoch, Cinque Torri, Baita Segantine, Passo Rolle, Grappa Trails

Die Story dazu –> hier.

Nr.11 – 2011/2 – Innsbruck – Riva

Family Cross

498 Kilometer / 12825 Höhenmeter / 8 Tage / Centurion NoPogo

Wie cool ist das denn. Ehefrau, Tochter, Schwiegersohn und gute Freunde in einem Cross vereint. Von langer Hand geplant, mit viel Vorfreude versehen, starten wir frohgemut in Innsbruck, um uns auf den Weg über die tolle Sattelbergalm hinauf zum – einmal mehr – Brenner Grenzkamm zu machen (der Übergang ist einfach immer wieder schön). Hinunter nach Sterzing geht es in wildem Ritt, dann aber kämpfen wir uns übers Eissacktal später hinauf zur Rodenecker Alm. Der Weg durch die Dolomiten, Fanes, Limojoch, Pralongia ist ein Highlight, welches in der Folge nur vom Bindelweg getoppt wird. Einer der schönsten I have ever made. Kein Witz. Da ich neue Wege suchte, kam mir das Rif Carletini und der Weg über das Rif. Stella nach Malga Bisorte gerade recht. Im Pasubio Gebiet geht es nun via Rovereto zum Lieblingsziel dem Lago. Zuvor wurde natürlich auch der Kaiserjägerweg besiegt und das hinabgleiten nach Torbole mit dem Finale in Riva ist jedes Mal aufs Neue ein besonderer Moment – im Kreise der Familie auch ganz besonderer.

Marmolada !

Highlights: Brenner Grenzkamm, Dolomiten, Bindelweg, Pasubio

Die Story dazu –> folgt alsbald (die einzige, die fehlt).

Nr.12 – 2012 – Bayrisch Zell – Riva

Vater/Sohn Cross

420 Kilometer / 10000 Höhenmeter / 7 Tage / Bike Centurion NoPogo

Es war ausgemacht – lange vorher schon. Und es gilt seit jeher: ausgemacht ist ausgemacht. Also sind wir auch gefahren. Der 15jährige und der 5zig jährige. Einmal über die Alpen – wie auch sonst. Die Route wurde etwas entschärft und demnach starten wir zunächst in Bayrisch Zell frühmorgens über die Buchackeralm, hinauf – Klassiker werden gern genommen – geht es zum Schlegeis und dann über das Pfitscher Joch, hinunter nach Sterzing um – einmal mehr den Jaufenpaß zu erobern. Das Brezner Joch ist das nächste Highlight und nach einem lazy Day und kniffligen Trails sind wir auch stark genug für den Lago Molveno, den smaraggrünen Lago di Tenno und schließlich DEN Lago schlechthin.

In Bild & Ton: Teil1 und Teil2.

wenn der Vater mit dem Sohne

Highlights: Buchackeralm, Pitscher Joch, Jaufenpaß, Brezner Joch

Die Story dazu –> hier.

Nr.13 – 2013 – Oberstdorf – Lago Maggiore

West Cross

440 Kilometer / 12326 Höhenmeter / 7 Tage / Bike Centurion NoPogo

Was für ein Cross. Klasse krass. Oberstdorf war seit jeher ein Klassik-Start-Punkt. Der Lago Maggiore als Ziel gehört da schon eher in die exotischere Kategorie. Egal. Wir nehmen Fahrt über die Gampen Alpe auf, zirkeln von Au auf den nächsten dicken Buckel, die Kriegbodenalpe – der imposante Kanisfluh dabei ist stets in Sichtweite. Weiter gehts nach Lichtenstein und der nächste markante Halt ist die berühmte Lenzerheide, bevor es über romantische Berghütten-Dörfer weiter westwärts geht. Nächster mächtig phänomenaler Halt ist Avers Luv (Bergalga) als Ausgangspunkt für das nächste Highlight der Tour: das Gipfelkreuz auf der Forcelina. Was für ein Panorama. Über den berühmten Septimerpaß geht es über blumenkohlgroße Steine hinunter und wir landen nach einem weiteren Anstieg in Garzeno. Nun noch eine tolle Tagesetappe bis Locarna und dann heißt es einmal mehr „gimme five“. Klasse krasser Cross.

Gibts auch im Youtube Chanel: Teil1 –> Teil2 –> Teil3

jeah

Highlights: Gampenalpe, Forcelina, Septimer Paß,

Die Story dazu –> hier.

Nr.14 – 2014 – Lermoos – Bassano del Grappa

Late & Lite Cross

400 Kilometer / 5000 / Höhenmeter / 6 Tage / Bike Centurion NoPogo

Mann muss es der Frau nur schmackhaft machen. Lass es uns doch mal leicht und lite das ganze angehen. Gemütlich sozusagen. Gesagt, geplant, getan. Von Lermoss über den Fernpass hinüber zum Reschen und hinunter auf dem epischen Radweg nach Meran. Easy. Vorbei an zig Millionen Äpfeln durch die Südtiroler Plantagen hindurch und hoch zum Kalterer See. Anschließend gemütlich an der Etsch entlang und in Trento dann hinauf Richtung zum Levico See und weiter auf dem Radweg bis ins historisch anmutende Bassano del Grappa. Dort ein Eis und ein opulentes Dinner. Herz, was will die Ehefrau noch mehr? Ein wunderschön entspannter Late&Lite Cross, der auch im goldenen Oktober wunderbar machbar ist. Happy Wife, happy life. Probiert es aus.

Trento II

Highlights: Rechensee, Meran, Trento, Levico

Die Story dazu –> hier.

Nr.15 – 2015 – Siegsdorf – Sexten

Stone Man Cross

360 Kilometer / 9400 Höhenmeter / 7 Tage / Bike Centurion NoPogo

Wenn man die diversen Crosser Pfade schon beschritten hat, überlegt man sich was Neues. Partner Martin ist ja für Ideen offen. So verabreden wir synchron zu starten. Jeder an seiner Haustür, Treffpunkt Sillian. Von dort aus nehmen wir gemeinsam den legendären Stoneman Trail von Roland Stauder unter die Räder. Über die Steinplatte reite ich bis Waidring, vorbei am Pillersee und hinauf zur Spielbergalm, eine Nacht in Saalbach, dann bei Wind & Wetter auf den garstigen Glockner um Tags drauf mich über Lienz weiter bis Sillian durchzukämpfen. Martin fährt über München Elemente des Grappa Crosses bis Sillian. Von unserem gemeinsamen Quartier starten wir hinauf zur Sillianer Hütte und zirkeln dann über die Demut Passage. Ein Traum, der auch verfilmt wurde 🙂 –> Video. Weiter geht es zur Rotwandwiesen und nach Innichen. Von dort erkämpfen wir uns das Machinkele und schließen den Kreis wieder. Macht einfach Laune.

Stoneman Brüder

Highlights: Großglockner, Sillianer Hütte, Demut Passage, StoneMan Trails

Die Story dazu –> hier.

Nr.16 – 2016/1 – Innsbruck – Riva

Blind Date Cross

474 Kilometer / 10454 Höhenmeter / 7 Tage / Bike Centurion NoPogo

Zufälle passieren. Und dann isses so. Mit Steffi verabrede ich mich zum Cross, obwohl wir uns nicht kennen, sie bringt Birgit und ihren unglückseligen (mittlerweile Ex) Mann mit dazu und fertig ist ein spontanes Quartett. Unser Ritt über den Brenner Grenzkamm und später die Dolomiten sowie ein zweites Mal den phantastischen Bindelweg findet nicht wirklich im Vierermodus statt, aber Steffi und ich bleiben dem Plan treu und arbeiten unseren Cross sauber ab. Der Passo Bordala am letzten Tag wird vereint genommen und die Geschichte dieses Crosses ist eigentlich eher einer auf der menschlichen Ebene bzw. gehört in die Kategorie: einer wär entbehrlich gewesen :-). However auch hier überwiegt Crossers Glück und das Gefühl one Week on Track, geläck.

Wurde auch verfilmt 🙂 –> hier.

da .. der Lagoooo

Highlights: Brenner Grenzkamm, Dolomiten, Starkenfeldhütte, Bindelweg, Passo Bordala

Die (menschelnde) Story dazu –> hier.

Nr.17 – 2016/2 – Ehrwald – Riva

Projekt 2016 ALP

435 Kilometer / 10515 Höhenmeter / 7 Tage / Bike Centurion NoPogo

Ja, der Blind-Date-Cross die Woche zuvor war mein Warm Up zu einem Projekt der ganz besonderen Art. Zu Jahresbeginn war die Ausschreibung an die Belegschaft adressiert. Keine Ahnung, was mich erwarten wird und ob diese Idee überhaupt realisierbar ist. Am Ende gab es 12 Bewerber (12 war das kommunizierte Limit) und ein Cross der Superlative mit einem Team, welches stabiler und einheitlicher nicht hätte sein können. Menschlich wie sportlich. Von 28 bis 58 das Alter, vom Sachbearbeiter bis zum Geschäftsführer. Alles an Bord. Wir starten unter verrückten Umständen, nach einer Münchner Terrornacht (AlpX Story haben wohl immer das Exklusiv-Gen), in Lermoos und wollen später über den Fimbapass uns den Crosser Ritterschlag im Val di Uina holen, werden das Val Mora queren, den Mortirolo abarbeiten, rasten und flaxen. Wir haben eine der schönsten Crosser Übernachtungen ever in Pra Della Casa (klangvoller geht es nicht: Pra della Casa) und wissen nicht wohin mit unserem Glück als wir uns gemeinsam am Hafenbecken in Riva in den Armen liegen. So etwas gibt es nur einmal im Leben. Das war G*E*I*L.

geiles Team – best ever – unerreicht !

Highlights: Fimbapaß, Val di Uina, Val Mora, Passo Mortirolo, Pra della Casa

Die Story dazu –> hier.

Nr.18 – 2016/3 – Maloja – Passau + Siegsdorf – Sexten

Innradweg-Cross / Tochter-Mini-Cross

605 + 292 KM / Höhenmeter 4000 + 2600 / 9+2 Tage Velotraum + Centurion Gigadrive

Es gibt ja diese Sammelleidenschaft. Und dazu gehört: welcher Flussrad-Weg fehlt noch in Deiner Sammlung. Crosser Kollegin Caro (siehe auch Cross Nr.2+3) hatte da so eine Idee. Bebildert und betextet werden sollte der Innradweg, von der Quelle in Maloja (CH) bis nach Passau (D). Das lässt sich machen. So reisen wir gemächlich vom Ursprung durch die Schweiz am sanft plätschernden Bach entlang, der später ein immer wilder und breiter werdender Fluss und viel später ein träge sanft dahin gleitender Strom wird. Vom engen Tal über tolle Schweizer Bergdörfer „crossen“ wir die Alpen quasi im Süd-Nord Modus. Ab dem Inntal wird es unspektakulär aber bleibt schön, nur eben etwas anders.

Maloja Country

Highlights: Maloja, Schweizer Dörfer, Innsbruck, Wasserburg, Passau.

Die Story Maloja dazu –> hier.

Und weil ein Flussradweg Cross kein ganz so richtiger Cross ist, drum hab ich mir gedacht: mit dem Rennrad war ich auch noch nie. Also ergab es sich, mit der Tochter ein paar Tage vor dem Familienurlaub einen SChnelltrip zu planen. Von der Haustür bis Reit im Winkl, weiter nach Kufstein, Brixlegg, Innsbruck, den Brenner hinauf, hinab, in Sterzing einen Cappuccino genießen und weiter übers Pustertal bis hinauf nach Sexten wo der Rast der Familie mit den Wanderschuhen wartet. Das war kurz und knackig, toll und voller Temperament.

Highlights: Kufstein, Brenner, Pustertal, Sexten.

Der Tochter/Papa Quick Cross -> hier.

Nr.19 – 2017 – Schwaz – Sterzing –

Projekt Kreiscross

252 Kilometer / 9572 Höhenmeter / 5 Tage / Bike Centurion NoPogo

Meine Jungs. Ein alte Clique und die Bierlaune. Da kommt schon mal was unvernünftiges bei raus. So kam es wie es kommen musste: ich & die Cracks auf einer Tour. Na gut. Ab Schwaz steuern wir die Rastkogelhütte an und nehmen kurz darauf auch das Penkenjoch aufs Korn. Das Tuxer Joch öffnet das Tor zum Süden und von Sterzing zieht es uns hinauf aufs Penser Joch wo wir langsam versuchen aus dem Cross einen Kreis zu machen. Hinunter Richtung Reinswald schlagen wir unterhalb der Kassianspitze einen Weg hinüber nach Latzfons um in Brixen die Rodenecker Alm hinterrücks zu überfallen. Nach einer königlichen Nacht geht es wieder hinunter nach Sterzing und von dort per Zug zum Ausgangspunkt. So ganz rund wurde der geplante Kreis leider wetterbedingt nicht- Starkregen und Schneefall oberhalb von 2000m machten die geplante Route übers Pfunderer zunichte.

Das Movie zur Tour -> hier.

uphill

Highlights: Rastkogelhütte, Penkenjoch, Tuxer Joch, Penser Joch, Latzfons, Rodenecker Alm, Sterzing

Die Story dazu –> hier.

Nr.20 – 2018 – Innsbruck – Brixen – Innsbruck

Fatbike Winter Alpencross

163 Kilometer / 3522 Höhenmeter / Tage 4 / Bike Surly Moonlander

19x gecrosst. Herkömmlich, vieles doppelt und dreifach gefahren immer im Juli (+/-) und bei halbwegs moderaten Temperaturen, jedoch in 95% der Fälle immer wieder mal im Regen unterwegs gewesen. Wie kann man das ändern? Ganz einfach. Mann crosst im Winter. Fatbike machts möglich. Ein zweiter (verrückter) Kollege dazu: fertig ist die Planungsgrundlage. Wir starten in Innsbruck und erlauben uns dieses Mal tatsächlich eingefahren Wege zu wiederholen. So geht es über die Sattelbergalm (immer wieder toll beim Alois – der noch nie Fatbike-Crosse im Winter da hatte) weiter Richtung Brenner Grenzkamm, hinunter nach Sterzing, hinüber durchs Eissacktal (die zwei gewollten Übergänger Penser oder … Joch waren wegen Lawinengefahr leider gesperrt) und hinauf auf die traumhafte Rodenecker Alm, dort eine schöne Nacht auf der neuen Starkenfeldhütte und hinunter nach Brixen um von dort wieder Richtung Innsbruck zu fahren. Nach Weihnachten, vor Silvester – verrückt aber leider geil.

Amazing Shot

Highlights: Winter, Fatbike, Sattelbergalm, Brennergrenzkamm, Rodenecker Alm,

Die Story dazu –> hier.

Fazit:

Was für ein Wahnsinn, was für Vibrations, wenn man die Daten alle mal wieder zusammenträgt, sich erinnert und Revue passieren lässt. Summa summarum haben sich knapp 9.200 Kilometer angesammelt und über 220.000 Höhenmeter in 144 Tagen aufgetürmt. Das entspricht einem Schnitt von 457 Kilometer und 11.021 Höhenmeter pro Cross – das sind freilich alles keine Rekordwerte, aber allemal ordentlich genug, um sie aufzuschreiben. 36 Sportlerinnen und Sportler haben mich begleitet, einige davon mehrfach – vom unschlagbaren 2er Team bis hin zur 12köpfigen Firmenmannschaft. DANKE jedem Einzelnen für Deine wertvolle Zeit.

Freilich gibt es Biker, die machen das auf einer Backe, aber auf der anderen Seite gibt es auch Radler, die wollen nicht einmal halb soviel und das möglichst nur einmal im Leben machen. Jeder wie er es gerne mag.

Natürlich sind das bei weitem nicht alle Touroptionen, die ein Cross bieten kann, aber die Highlights habe ich wohl weitgehend alle befahren – einzig fehlt mir das Madritschjoch und die Birnlücke, vielleicht auch dieser und jener sagenumwobene Trail (so z.B. der Goldseetrail) … aber auch hier gilt, wie so oft: Mann nicht alle haben (die Insider kennen den Spruch in vielfältigem Zusammenhang).

Möge diese kleine Liste eine kleine Inspiration für jeden Ambitionierten sein, Euch bei der Planung helfen und Anreize für die eigenen Projekte bieten. Es gibt freilich noch jede Menge Wege, die nach Rom (oder an den Gardasee) führen, auch haben sich die Strecken im Laufe der letzten 20 Jahre hier und da vermutlich geändert (unsere erste Passage hinauf zum Pfitscher Joch (dem Klassiker schlechthin) war 2002 noch äußerst ruppig und wurde dann im Laufe der Jahre immer zahmer).

Die Botschaft dieser Zeilen ist jedoch eindeutig und unverrückbar: ihr könnt das schaffen, diesen Wahnsinn – ihr könnt ihn erleben, live – der erste Cross beginnt immer im Kopf … denkt mal drüber nach.

Und last but not least: die 25 werde ich wohl nicht mehr reißen, aber die 21 mach ich noch voll – nur mal so als selbst gestecktes Ziel. Man sieht sich auf dem Trail.

*** (c) Udo Kewitsch *** voller Vorfreude auf die nächsten Touren.

nachzulesen auch hier … schön kompakt, informativ und reich bebildert, natürlich portofrei und auf Wunsch mit persönlicher Widmung -> hier mit 55% (!) Rabatt: -> Mail mit „Betreff Buch minus55“ an mich, d.h. anstatt 19,90/Band hier für 8,95/Band ! Macht sich auch als Geschenk gut und Weihnachten steht ja immer vor der Tür.

Faszination AlpenX (Bd1)
X NummerTageKMHM
Cross1855113503
Cross2742511796
Cross354379553
Cross4855212180
Cross5851815545
Cross6843014900
Cross7849914761
Cross8749012000
Cross9845014466
Cross10845011500
Cross11849812825
Cross12742010000
Cross13744012326
Cross1464005000
Cross1573609400
Cross16747410454
Cross17743510515
Cross18118976600
Cross1952529572
Cross2041633522
Summe1449141220.418

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