Meine persönlichen Top3

Deuter Transalpine

Das isser. Es gibt nur wenig Produkte, die über jeden Zweifel erhaben sind – und nunmehr schon seit Jahren. Der Deuter TransAlp30 ist ein solches. Seit 2010 nun endgültig perfektioniert, wobei diese Aussage mutet heute 10 Jahre später – eigentlich antiquiert an. Kann man ein Produkt, dass vor 10 Jahren schon TOP war – noch mehr toppen? Deuter kann. Mit dem  Kartenfach am Rücken ist der Klassiker aller TransAlp Rucksäcke für mich das NonPlusUltra aller BackPacks für Alpencrosser und solche die es werden wollen. Es gibt ihn mittlerweile in – festhalten – sechs Versionen. Einmal mit „schlanken“ 24 Litern (dann muss man haushalten mit der Zuladung), zweimal in der Lady´s only Version (bei Deuter SL) mit 26 oder 28 Listern und dann der Klassiker in 30l oder gar 32l (extra langer Rücken) und last but not least das sogenannte Pro Modell mit 28 Litern. Die 30Liter sind üppig und ausreichend und haben mich über all die Jahre begleitet.

manchmal dürfen es auch zwei sein

Die Fachaufteilung absolut top, der Tragekomfort einfach „best of“. Nach nunmehr 15x Alpencross (von insgesamt 20) mit dem TransAlp darf ich mit Fug und Recht das Urteil sprechen: das ist der Beste !! Preis/Leistungsverhältnis top. Wenn jemand was negatives hören möchte: die Farbauswahl ist nichts außergewöhnliches – und selbst diese Aussage ist in Zeiten wie diesen auch schon nicht mehr wahr: es gibt ihn in farbenfroh und es gibt ihn in classic black. Und überhaupt gilt für den geneigten Crosser: wer braucht schon eine außergewöhnliche Farbe bei einem außergewöhnlichem Produkt. Kauftipp hoch3.  Mit 1250g jedoch das Schwergewicht hier im Trio.

Deuter Transalp

Der rechte Rucksack im Bild ist ein auf einem Alpencross angetroffenes Original aus allerersten Deuter Tagen. Nach dem Motto: er läuft und läuft und läuft war diese Begegnung am Movlina See 2009 eine sehr nette. Klassiker unter sich 🙂

Deuter – damals / heute

Ortlieb Mountain X31

Der Ortlieb Mountain X31 war nicht nur bei unserem 12er AlpX im Einsatz. Auch in den Folgejahren durfte er sich beweisen — zuletzt bei unserem Projekt KreisCross 2016 und jüngst auf unserer Reise in die Mongolei. Erster Eindruck am ersten Tag des Papa/Sohn Crosses: zu schwer. Daran ist aber nicht der Ortlieb schuld, sondern nur derjenige, der ihn packte. Ich.

Der X31 selbst ist ebenfalls ein perfekter Alpencross Rucksack, wenngleich viel puristischer als der Kollege Deuter. Er sitzt perfekt, der Hüftgurt hält ihn auf Position, die zwei kleinen Seitentaschen in den Flossen sorgen für Platz für iPhone und Xenofit Riegel. Der Stauraum ist mit 31 Litern satt ausreichend. Zwei große Hauptfächer, die durch einen markanten RV getrennt sind, dieser RV lässt sich überraschend leicht betätigen. Der Innenraum bietet nur wenig (eigentlich gar keine) weiteren Fächer (sieht man von dieser Art Dokumententasche einmal ab), es empfiehlt sich also der Einsatz von weiteren Packbeuteln, dann ist die Ordnung perfekt. Der Zugriff von oben ist TOP. Typisch Ortlieb Rollfaltung – und, dies ist m.E. der große Vorteil ggü. dem Deuter: ortliebtypisch waterproof – damit ist gemeint: wasserDICHT.

das muss alles rein

Der graue Frontlatz ist praktisch und gut, jedoch etwas eng geschnitten, hier wäre eine Dehnfalte (oder ein etwas weiterer Schnitt) von Vorteil um auch größeren Geldbeuteln oder gar einer Karte Platz zu bieten.

Fazit: ein ernsthafter Konkurrent zum übermächtigen Deuter TransAlpin. Ein absolut robuster und zuverlässiger Partner für eine Alpenüberquerung. Größter Vorteil gegenüber der Konkurrenz: 100% Wasserdicht, tolles Platzangebot, sehr robustes Material. Top Tragekomfort. Das Gewicht liegt bei 1200g.

Kleines Manko: wenige zus. Fächer, nicht gerade billig (219Eur). Der RV, auch ortliebtypisch, sehr stramm.

Osprey Escapist 32

„Wenn Du am Ende des Tages, nach einer erschöpfenden Radtour, immer noch mit Vorfreude an das Ziel denkst… dies ist der Abenteuergeist der in der Vielseitigkeit unserer Escapist Serie festgehalten wird“. – soweit die Werbung. Ich hab ihn ausprobiert.

Die AirScape™ Rückenplatte bietet Ventilation und Komfort. Die Bequemlichkeit und Sicherheit des Biostretch™ Hüftgurt und Schultergurt ist perfekt, den Helm bringt man sicher an der Lidlock™ Fahrradhelm-Befestigung an und Telefon und Sonnenbrille sind in der kratzfreien Tasche im Hauptfach oder im Reißverschlussfach am Schultergurt gut untergebracht.Das Trinksystem ist ebenfalls schnell untergebracht. Die PowerMesh™ Stretchfächer mit InsideOut™ Kompression transportieren die Ausrüstung sicher . einerlei wie uneben das Gelände ist.

Ein Organisationsfach dient zur Ordnung von Werkzeug, Pumpe und Ersatzteile. Und als Wetterschtz dient die reflektierende Regenhülle. Reflektierende Grafiken und Blinkerlichtbefestigung runden die Ausstattung ab.

Der Escapist ist ein Allrounder – ich nutze ihn nicht nur beim biken. Größtes Plus: die leichte Handhabbarkeit, top laufende RVs und ein – in meinen Augen – Leichtgewicht. Mit seinen 1070g hebt er sich angenehm von der Konkurrenz ab. Aufgerufen werden für das edle Teil 140Euro.

Kurzum: ein toller, leichter, vielseitig einsetzbarer Rucksack, mit vielen praktischen Fächern, toller Haptik und sehr guten RVs.

VauDe Green Core M

Achtung festhalten: jetzt kommt noch einer außerhalb der Konkurrenz. Da Carsten Schymik den VauDe erwähnte …. muss ich meinen Green Core noch aus dem Schuppen holen. Bislang mit diesem tollen Teil noch keinen AlpX gemacht, aber ein GEdanke wäre es wert. Der Green Core in M. Schlappe 1160g leicht – sündteuer (280Eur).

Allround-Rucksack mit Materialien aus Bio-Baumwolle, Rizinusöl und Milch

  • Ergonomische Schulterträger, abnehmbarer Brustgurt
  • variables Komprimierungs- und Befestigungssystem
  • herausnehmbarer Drybag mit Organizer
  • umweltfreundlich hergestellt

Schon fast ein Greta Rucksack, soviel Natur is da drin. Ein Multiuse-Rucksack, ein echter Allrounder aus nachhaltigen Materialien. Wandern, Biken, Hiken, Sktitour, Outdoor – das macht er mit. Das großes Hauptfach bietet 30 + 7 Liter (!) Stauraum – dann ist er aber auch prall. Per Rollverschluss (ala Ortlieb) kann der Rucksack je nach Füllmenge komprimiert werden. Ein seitlich durchgehender 2-Wege Reißverschluss ermöglicht einen erweiterten Zugriff auf den Rucksackinhalt, z. B. auf untenliegendes Equipment. Das macht die ganze Sache gequem. Schulterträger und Hüftgurt sind zwar ergonomisch geformt, ABER, wer ein ausgeklügeltes Tragesystem oder gar Lüftung erwartet, sieht sich getäuscht. Hier hat man auf SchnickSchnack verzichtet.

keep it simple

Sie werden aus zertifizierten Terracare®-Leder und QMilk-Filz hergestellt. Für die Herstellung werden Fasern aus Milch gewonnen und mit Wolle zu einem weichen Filz verarbeitet, der in direktem Hautkontakt auch antibakterielle Eigenschaften hat. Die Schulterträger können über das F.L.A.S.H-Trägersystem auf die individuelle Körpergröße angepasst werden. In Kombination mit der vorgeformten Rückenplatte aus Recycling-Kunststoff liegt der Rucksack passgenau am Körper an. Die Platte sorgt zudem für Packstabilität und hohen Tragekomfort. Vier Befestigungsriemen mit Hakenverschlüssen bieten vielfältige und variable Fixierungs- und Komprimierungsmöglichkeiten. Die sind positiv ausgedrück: very very simple, negativ Schlümpfe würden sagen: primitiv – ich sage: effektiv – not more.

Damit können Tourenskier, Wanderstöcke oder die Isomatte außen am Rucksack befestigt werden. Im Hauptfach befindet sich eine Schlaufe für Lawinenschaufel und -Sonde. Ein seitliches Eingrifffach aus elastischem Econyl® Recycling-Polyamid ist ideal für Trinkflasche oder Windweste – schneller Zugriff, zack zack. Ein paar weitere Fächer sind im Rucksack und bieten, wie die im Rückenteil versteckte „Secret Pocket“, Schutz für Wertgegenstände und elektronische Begleiter. Der Rucksack ist vom Style her m.E. einfach Klasse, auf dem Trail muss er sich erst noch beweisen – draußen in der Natur gehört er in jedem Fall hin, da kommt er ja auch her. Klasse Teil.

und ihr so? Welches ist Euer Top-AlpX Rucksack?

Schönen Cross Saison, 2020 @all.


6 Kommentare

Carsten Schymik · 12. Januar 2020 um 14:18

Mir persönlich gefällt der vaude viel besser als Deuter. Das Belüftungskonzept am Rücken ist definitiv überlegen.
Als interessante Alternative ist noch der modular aufgebaute #OUTENTIC Rucksack mit Tagesystem und Casual Bag zu nennen.

    Udo Kewitsch · 12. Januar 2020 um 14:55

    Hallo Carsten, AlpX Recke der ersten Stunden … ja, die VauDe Rucksäcke sind auch prima …. hatte bloß die letzten Jahre keinen zu Verfügung … und den Outentic muss ich mir mal ansehen … keep on ridin´, Grüße Udo

Ruediger Becker · 12. Januar 2020 um 16:21

Vielen Dank für diesen Test! Er hat gezeigt das meine Recherche und vor allem meine daraus resultierende Entscheidung die absolut richtig war.

Meine Wahl fiel letztlich auf den Deuter, weil er mir den besten Eindruck in Sachen Organisation, Handhabung und Gewichtsverteilung bei gleichzeitiger hervorragender Erreichbarkeit aller gepackten Gegenstände war. Ich nutze den Rucksack sogar bei den einfachen Touren „vor der Haustüre“ wenn das Wetter Wechselkleidung nahezu unentbehrlich macht.

Er trägt sch hervorragend und ist auch sehr gut belüftet. Als besonderes Highlight sind der herausnehmbare Rückenprotektor (als Sitzmatte nutzbar) und die vielen Außentaschen für Geldbeutel, Riegel und Co. zu nennen. Alles ist einfach und schnell erreichbar. Besonders klasse ist die Tasche unter dem Hauptfach mit dem RV durch den man das Hauptfach erreichen kann. In das Fach passt wahlweise bequem ein Dirtlej, oder das Beleuchtungsset und 1.Hilfe-Set.

Für mich ein perfekter Rucksack.

    Udo Kewitsch · 12. Januar 2020 um 16:30

    Lieber Rüdiger, danke für Deine ausführliche Rückmeldung – Deine Entscheidung ist sicherlich eine sehr gute, Wenn der Deuter die Wasserdichtheit vom Ortlieb und die „Leichtigkeit“ vom Osprey hätte, dann wäre das wohl der Hit, isnt it? … Schau noch mal rein, haben einen weiteren (außer Konkurrenz, da noch nicht auf dem Trail getestet) hinzugefügt. Happy Trails 2020 wünsch ich Dir. Lg Udo

Alexander Bauernfeind · 18. Januar 2020 um 16:18

Hallo, mich hat dieses Thema auch schon beschäftigt. Allerdings würde ich den Deuter nicht zu sehr loben. Er hat zwar definitiv vorteile, besonders beim Tragekomfort, aber der Vaude von 2013 hat die bessere Fächer einteilung. Siehe meinem Bericht…. Viele Grüße. https://www.mtb-news.de/forum/t/vergleich-deuter-trans-alpin-32-el-vaude-bikealpin-30-5.875571/

    Udo Kewitsch · 18. Januar 2020 um 22:42

    Hallo Alexander, danke für Dein Feedback. Ja, da „streiten“ sich die Gelehrten bisweilen … es gibt Platzhirschen und Geheimtipps … zum Glück bedient der Markt uns alle, je nach persönlicher Präferenz. Danke für Deinen interessanten Link. Lg Udo

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