FatbikeFatbike Spaß im Winter

Wem der Ski zu dünn und der Zipflbob zu tief ist, für den gibt es noch einen weiteren ultimativen, wenngleich durchaus etwas exotischen Wintertipp. Fatbiken.

Was ist das? Wer macht denn sowas? Fatbiken kommt aus den USA und dort aus Regionen in denen schwierige Wegbeschaffenheiten eine völlig neue Bike-Gattung hervorgebracht haben. Mit den dicken Reifen (4,8 Zoll = 12,2cm Breite !!) kommt sowohl gut über Sandpisten aber eben auch durch die Schneewälder in Alaska und / oder natürlich auch dem Chiemgau.

Fatbiken ist wie Mountainbiken, nur etwas anders. Die Bikes werden nicht umsonst in der Szene als Spaßbomben bezeichnet. Das Mehrgewicht der Reifen wird durch die extreme Traktion der breiten „Schlappen“ mehr als wettgemacht. Die Breite der Reifen erlaubt es auch mit einem – für herkömmliche MTBs undenkbar – extrem niedrigen Luftdruck (0,4 – 0,7bar) zu fahren. Der Rollwiderstand ist relativ gering und der Spaßfaktor steigt zunehmend.

Fatbikeride

Fatbikes sind eine Randerscheinung, erstmals in den Jahren 2012, 2013 auf dem Markt erschienen, wähnte man sie 2014/2015 schon wieder vom Erdboden verschluckt. Doch totgesagte leben länger. Eine Szene hat sich rund um die Fatbikes entwickelt (einfach mal googeln) und es gibt sogar mehr als einen Kollegen hier bei Brückner, der mit einem breiten Grinsen im Gesicht durch die schneebedeckten Wälder und Pisten saust.

Long fat Winterroad

Es gibt sie in allen Varianten. Als puristisches Hardtail, ohne jedwede Federung (die Reifen dämpfen ja auch genügend), als vollausgestattetes HighEnd Fully (gefedert vorn und hinten) und auch in allen Variationen als Elektrobike, welches natürlich den Krafteinsatz bergauf dann entsprechend minimiert, bergab aber mit dem höheren Gewicht auch ordentlich anschiebt.

Fatbiken kann man hier im Chiemgau nahezu überall. Schnee bedeutet in den seltensten Fällen ein Hindernis und – man glaubt es kaum – auf der Winklmoos wurde schon ein einsamer Fatbiker inmitten hunderter Skifahrer rechts vom Lift gesichtet. Verrückt? Ja, ein wenig schon. Wer es einmal probieren mag, in Ruhpolding gibt es sogar einen Fatbike Verleih … doch Vorsicht: Suchtpotenial.

Double Fat Power

Noch Fragen? Feel free. Vielleicht sieht man sich ja auch im Schnee. Der anschließende Glühwein (oder Jagertee) in der Hütte ist dann obligat.

© Udo Kewitsch


2 Kommentare

Florian · 19. November 2018 um 23:00

Klasse Webseite. Tolle Artikel. Danke für die Inspiration- die nächste Alpenüberquerung kommt auf alle Fälle. Weiter so. Beste grüsse

    Udo Kewitsch · 23. November 2018 um 18:52

    Hallo nach Heidenheim, besten Dank … ja ein wenig Leidenschaft steckt drin, freu mich über steten Besuch! Bis demnächst mal wieder, Grüße Udokah

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