Wenn Du schon mal (wieder) in Dresden bist (die bespoked Story folgt asap) dann kannst Du das auch mit einer kleinen, feinen Bikepacking Runde verbinden. Dacht ich mir so. Zudem steht/stand schon seit ewigen Zeiten „Erfurt“ auf meinem Zettel, neumodisch „Löffelliste“ genannt. Was lag also näher als den Weg über Dresden nach Erfurt zu planen und weil umdrehen und Rückwärtsfahren auch doof ist, macht man halt ein kleines Oval draus. Mein Track sollte einem Teil der Mittelland Route folgen, die einmal quer durchs deutsche Land geht (und auch meine Heimat Rheinbach streift, der nächste ToDo Point auf der Liste) und führt mich über den Saale bzw. Ilmtal Radweg über Leipzig wieder nach Dresden. Klingt wie ein Plan, war auch einer, kein schlechter zudem. In diesem Jahr reicht mir die bespoked für einen Tag, sodass ich bereits am Sonntag vom Hof komme. Cindy kredenzt mir noch ein wunderbares Frühstück und überlässt mir großherzig den Wohnungsschlüssel für „nach der Tour“. Vielen lieben Dank, Cindy, beschte Einkäuferin im Eprolog Team!!
Tag1 – Dresden – Kleinolbersdorf (Gasthof) – 92km, 1330hm, 6:48Fz
Also auf geht’s. Sachsen ich komme. Mit dabei die neuen Taschen von SpeckGear. Bin gespannt wie sie sich antun. Aus Dresden raus finde ich schnell, wenngleich es einige Kilometer to Go sind. Doch bevor auch nur ansatzweise Übermut aufkommt: Zack, da sind schon die ersten markanten Buckel des Erzgebirgsausläufers auf meinem Weg Richtung Freiberg. Es geht mächtig und zudem ständig bergan. Am Ende dieses langen Tages werden über 1300 Höhenmeter auf der Uhr stehen, doch bis dahin muss ich weit, weit über Land. Ein Land, das an diesem Sonntag nicht durch Friede, Freude, Eierkuchen glänzt, sondern sich trüb und grau und zurück gezogen präsentiert. Ok, ok, das Wetter war jetzt kein sonnenfeines Badewetter, aber das wirklich alle sich hinter ihren Gardinen verstecken ? Hm, kaum eine Menschenseele auf der Straße, keine Radler, keine Cafés …. Nix. Nur diese spitzwinkligen Eigenheime, deren Dachkante nicht übersteht, meist im DDR Einheits schlammbraun, jede Menge Verbotsschilder (Parken verboten, betreten verboten, Fahrzeuge abstellen verboten, etc.) – aber sonst is nüsch vüül hür. Aufschwung Ost, hm ? Nun denn … it is like it is.
So auch das Wetter .. .mitten in einem Anstieg schickt sich eine dunkle Wolke an entladen zu werden. Erst Niesel, dann Gischt, dann Starkregen. Jonas schickt mir einen Unterstand, nur wenige Meter weiter vorn. Ich fahre rechts ran. Das Holzhäusl soll eine Tauschkammer für Klamotten sein (ähnlich der Telefonhäuschen für Bücher). Doch die darin liegenen Altkleider haben den Namen mehr als verdient, Bücher mit Eselsecken und sich aufbiegenden Buchdeckeln, schmutzige KinderMatschhosen, grintige Ware an den Bügeln, ein paar Schuhe (wohlgemerkt nicht ein PAAR Schuhe) und eine halb angebrochene Packung „Candy Sticks“ … keine Ahnung seit wieviel Jahren die da liegt, ich verzichte und konzentriere mich auf den Regen.
Der vergeht und mit ihm steigt meine Lust, weiter in den Osten hineinzufahren, witzigerweise Westwärts. Über Freital, Rabenau geht es weiter bis Tharandt und Niederschöna, bevor ich dem Rabenauer Grund Dampfbahn Weg folge. Alles inmitten herrlicher Natur und völlig verkehrsarm. So geht Radreisen. Nähe Flöha jetzt „nur“ noch die Augustusburg erstürmen und dann ist das Gröbste für heute geschafft. Doch die Anstiege sind kernig und wollen erarbeitet werden. Kostet Kraft, macht aber Spaß. Foto schießen geht an diesem Tag an vielen, vielen Stellen und so trist und sozio-phob das Ambiente in den Städten/Dörfern, so schön ist doch die Gegend rund umadum. In Augustusburg entscheide ich mich nach Beratung mit einem Einheimischen gegen eine Abkürzung, die mir nur noch mehr Höhenmeter beschert hätte (ganz runter ins Tal und auf der anderen Seite wieder hoch) und mache also eine Schleife über Hennersdorf, bei der prompt ein zweites Mal am heutigen Tag der Regen stärker wird. Mein geplanter Campingplatz liegt in circa 10km Entfernung und noch ein finaler Buckel will erklettert werden. Der Regen wird stärker. Ey. Da, als ob meine Stoßgebete erhört worden wären, liegt rechter Hand ein kleiner Gasthof. Nachdem der Campingplatz mutmaßlich ohnehin kein Restaurant im Angebot hat, fahre ich einmal mehr rechts ran und kehre in der Sternmühle ein. Bin ja nicht auf der Flucht. Der Blick auf den Regenradar offenbart die grausame Wahrheit: die ganze Nacht Regen. Keinen Bock, also dann „kauf“ ich mir ein Bett, oder? … Gedacht, gefragt. Doch, leider, leider: die Sternmühle bietet kein Bett .. die nächste Option ist 3km entfernt in Kleinolbersdorf. Die Dame ist so nett und organisiert mir in dem kleinen Dorf tatsächlich irgendwie ein Obdach, wenngleich die Rezeption als auch das dortige Restaurant unbesetzt ist. Der Schlüssel liegt auf und ich schlafe selig und trocken in meinem kleinen, aber feinen Zimmer. End Day1.
Tag 2 – Kleinolbersdorf – Camping Mannichswalde – 77km, 830hm, 9:32Fz
Heute steht Chemnitz auf dem Zettel. Der mächtige 41 (!) Tonnen schwere Marx Kopf an der Brückenstrasse ist schon ein Pfund. Da thront er und mit ihm sein Slogan „Proletarier aller Länder vereinigt Euch“. Irgendwie hatte diese Idee aber auch keinen Bestand … so steht er da, der Kopf als monumentale Bronzeplastik. Als Fotomotiv ist er aber allemal einen Schuss wert. Ich folge weiter meiner Spur Richtung Wüstenbrand und Grumbach. Orte, die so klein und abseitig sind, wie mein gesamter Track, der mich fern hält von Verkehr und Lärm. Gut so. Im Rabensteiner Wald erklimme ich den 30m hohen Turm am Totenstein und nehme 170 Stufen hinauf um den Ausblick über die Gegend zu genießen. Die nächsten größeren Ortschaften Glauchau und Crimmitschau sind nett, aber eben auch „nur“ nett. In Frankenhausen dann wird es ein klein wenig spooky. Stehen dort doch zwei Häuser unter der gewaltigen Brücke der A4 und scheinen sich zu ducken – möge sie nicht einbrechen, wie jene in Dresden (für die jetzt erstmal die Planung zum Wiederaufbau startet. Wow.). Über Rudelswalde fahre ich über Plattenwege weiterhin durch eine herrliche Landschaft um im kleinen Ort Mannichswalde an einem beschaulichen, aber aufgeräumten Campingplatz anzulanden. Der Gasthof ums Eck bietet eine wunderbare Fischkarte und die Nacht verläuft äußerst ruhig mit den Leihheringen des Nachbars. Ich Schlumpf hab doch tatsächlich (zuviel Zeltwechsel ist der Ordnung wenig zuträglich) mein Heringssackerl vergessen. Da muss eine Lösung her morgen. Aber erst morgen.
Tag 3 – Camping Mannichswalde – Jena / Camping unter dem Jenzing – 100km, 870hm, :Fz
Was für ein Tag. Wenns denn nur die Heringe gewesen wären (für die ich eine perfekte Lösung finden sollte). Doch der Reihe nach. Mein Camp ist schnell wieder in Sack und Tüten, der Kaffee schmeckt ebenso wie das frische Müsli am Morgen. Heute führt mich die Spur über Ronneburg Richtung HArtmannsdorf und Kursdorf unterhalb von Eisenberg. Weiter durch die Wälder Richtung Weißenborn und Klosterlausnitz. Hermsdorf wird kurz besichtigt und da das Stadtinnere nicht viel bietet entscheide ich mich für eine kurze Rast auf einer Parkbank außerhalb. Zuvor aber stattete ich dem Zaunhersteller Alcatraz (was für ein Name für das Produkt) einen Besuch ab. Ich hätte gern ein paar Stahlstifte als Heringsersatz. Die Damen guggen mich an, als ob ich Mohrrüben bestellen würde. „Nää, det ham mer nich“ … ich bleibe hartnäckig bis eine der beiden verzagt aufgibt und mit mir zum Schrottcontainer geht. Na also, geht doch. Dort liegt ein Rest grünes Gitter … jetzt nur noch einen Bolzenschneider, junge Frau, und die Kiste passt. „Nää, Bolzenschneider ham mer nich, ich geb Ihnen n Winkelschleifer, dat können se dann selbst machen“. Also auch gut, bin zwar nicht so der Winkelschleifertyp, aber iwie wirds schon klappen und zackpeng, ritsch ratsch, hab ich 6 wunderbare dunkelgrüne stabile Zeltstifte – die sollten mich wunderbar durch die Woche begleiten. Doch zurück zur Bank. Und ich denk mir noch nach der Jause: pass auf deine Hüfttasche auf. Und ich hab sie mir noch umgeschnallt und starte weiter – will ich doch bis Jena kommen. Irgendwo auf dem irre wurzeligem und damit extrem holprigen Weg nach Schleifreisen muss es dann passiert sein: die Wurzelbeule befördert meine Fronttasche auf den Pfad, ich schnalle alles ab, montiere und fixiere neu und fahre weiter. Ab nun geht es zum Glück nur noch bergab. Denkste. die folgenden ca. 15km genieße ich (noch!) die Abfahrt an der alten Bahntrasse entlang der Dorfstrasse … und auf einmal schießt mir der Schreck in die Glieder: scheiße, die Hüfttasche. Kamera, Geldbeutel, iPad, all das. Hatte wir das nicht schon mal? Ey !!! Shit, alles wieder hoch, hilft ja nix .. vor lauter Panik verzettele ich mich dann auch noch im Wald, zweige falsch ab, zusätzliche Höhenmeter etc…. Das Telefon kingelt. Polizeiinspektion Traunstein, man habe in Thüringen eine Tasche gefunden und dort abgegeben. Uff. Deppenmassel. Meine „wo ist“ Funktion des iPads konnte mir zwar sagen wo sich das gute Teil befindet, aber ein Polizei Büro in Hermsdorf war mir dann doch die solidere Lösung. Danke – und zwar FETTEN DICKEN GROSSEN Dank an Stefan aus Hermsdorf der so ehrlich war und alles wohlbehalten abgeliefert hat. DANKE. Massel muss man haben. Das war knapp. Ok, wo war ich? In Hermsdorf, dann abwärts, dann alles wieder aufwärts und jetzt wieder in Hermsdorf. Ok, nehmen wir jetzt die Bundesstrasse, keinen Bock mehr auf Buckelpiste. Ich starte durch und denke mir 10km vor dem Ziel, „och kürz doch ab“ … und googele mich doch tatsächlich einmal mehr ins Off. Der Pfad wird zur Weidentrampelspur und die nächste Stunde kämpfe ich mich durch Gebüsch und Wald bevor ich, late aber wohlbehalten, endlich „Unter dem Jenzing“ anlande. Ein toller Platz, der eine Straßenbahn als Rezeption anbietet. Hier bleib ich. Die Pizzeria 500m entfernt kredenzt mir ein wohlverdientes Abendmahl. What a day. Ey.
Tag 4 – Jena – Erfurt – Weimar – Camping Ettersburg – 83km, 710hm, :Fz
Ok, Erfurt ich komme. WEiß nicht warum, aber irgendwann hat mir mal irgendwer einen Floh ins Ohr gesetzt. „Erfurt ist klasse, da musst du unbedingt mal hin“ hat er gesagt und ich habs mir gemerkt. In den Jahren darauf bin ich gefühlt zigmal an Erfurt vorbei gerasselt und war nie dort. Der Stachel saß und diese Reise war nun der Anlass Erfurt endlich mal zu erobern. Über Jena, Großschwabhausen, Kleinschwabhausen, Lehnstadt und schließlich Weimar folge ich über Vieselbach bis zur Landeshauptstadt und drehe dort ein paar Runden in der beschaulichen Altstadt. Das Wetter ist nicht perfekt, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Erfurt ist schön, die Fachwerkbauten historisch und die Altstadt gemütlich genug für eine kurze Einkehr. Keine Sensation, aber schön genug um dort zu bummeln und zu schlendern. Bummeln und schlendern ist aber irgendwie nicht so meines auf dieser Tour, ich will noch Kilometer machen und schwenke nunmehr auf meinem Track wieder „zurück“ Richtung Dresden, bis Weimar sogar auf gleichem Wege. Um dann Richtung Norden dem Ilmradweg zu folgen und den letzten Buckel des Tages zur Ettenberg Siedlung hinauf zu pedalieren. Der Platz in Ettersburg ist ok, auf der Karte des kleinen Lokal gibt es heute EIN Gericht. Leberkäs mit Spiegelei und Bratkartoffeln oder eben Leberkäs mit Spiegelei und Bratkartoffeln. Also bestelle ich Leberkäs mit Spiegelei und Bratkartoffeln. Schmeckt. Auch hier, wie auf den Plätzen davor: himmliche Ruhe. Das Zelt steht, die Heringe halten. Alles ist gut.
Tag 5 – Camping Ettersburg – Camping Auensee – 85km, 540hm
Apolda, Bad Sulza, Naumburg und schließlich Weißenfels sind heute meine Stationen. Funny Fact: Weißenfels war seinerzeit 1989 eine meiner ersten Radtouren außerhalb Bayerns. Wir erkundeten damals – die Grenzen waren schon offen – den wilden Osten und kamen uns vor, als ob wir ein Blinklicht auf dem Kopf hätten, so sehr wurden wir sofort und schonungslos als Wessies identifiziert. Unvergessen die unfreundliche Bardame im Weißenfelser Kulturzentrum die uns in der provisorischen „Disco“ (zwei Plattenspieler auf einem Biertisch) unverhohlen feindlich anguggt, als wir den WhiskeyCola für 1 Mark mehrfach orderten und uns schließlich fragt „wat is, wollen se det nun koofen oder nich“. Sie dachte, wir sind stinkreiche Investoren (Jeans und T-Shirt – nix Anzug), die die Hütte hier begutachten. Wir konnten damals den Irrtum aufklären und sie ward wesentlich freundlicher. Lange her.
An Saale und Ilm entlang für mich die Spur auch hier komplett verkehrsberuhigt. Die Wege sind klasse, manchmal etwas beulig, aber so what. Ein Abstecher nach Naumburg ermöglicht einen Blick auf den Dom, der Weltkulturerbe ist, aber – Lothar siehe es mir nach – ich war nicht drinne. Nun nur noch nach Zorbau, dann an den Auensee, ein feiner Campingplatz.
Tag 6 – Camping Auensee – Camping Mutzschen /Roda – 85km, 370hm, :43Fz
Auf gehts Richtung Leipzig und etwas später dann auf den Elbe Radweg. Vorbei an Markanstädt (Namen haben die hier) … tauche ich kurz in der sächsischen Metrepole ein, ohne mich wirklich richtig wohlzufühlen. Tatsächlich finde ich einen Bäcker, und freilich auch Kaffee/Kuchen, aber es treibt mich aus der Stadt. Die folgenden Kilometer (circa. 15) sind dann in der Kategorie „musste ich halt so fahren“ gut aufgehoben. Elendig führt der Weg begleitend an einer vielbefahrenen Bundesstrasse (B6) Richtung Wurzen. Vielleicht hab ich es einfach nur dov geplant, aber immerhin währte diese laute Phase nicht allzulange. Ein kurzer Schwenk hinein nach Wurzen, die alles Bürgersteige flachgemacht und zum Weinfest gerüstet haben. Da geht heute abend (aber ohne mich) wohl der Punk ab. Endlich wieder im Überland Modus. Über Wald und Flur geht es beschaulich nach Burkhartshain hinunter nach Fremdiswalde. Die Höhenmeter sind nicht mehr der Rede wert, im Gegenteil, ich segle mit leichtem Rückenwind jenseits der 27km/h oftmals abwärts. Herrlich. Die höchsten Erhebungen sind hier 173m, 165m oder 171m, also für Chiemgauer nix relevantes. So kommt es, wie es kommen muss. Das Camp in Roda verlockt, wenngleich die Infrastruktur rund um Mutzschen (ehemals kleinste Stadt der DDR) wenig bzw. gar nix zu bieten hat. Dafür ist der Campingplatz der Naturfreunde am Naturbad umso schöner. Hier bleibe ich. Unter einer mächtigen Trauerweide findet mein Zelt Platz und der alte Bulli sowie zwei alte Esterel Wohnwägen machen die Sache hier ziemlich gemütlich. Die Jungs vom Verein spendieren mir am Abend sogar noch ein sehr süffiges Faßbier und als ich so in der knarrenden Hollywoodschaukel (die wir zuvor einmal quer über den Platz getragen haben) vor dem See sitze, kommt wieder die Gewissheit: es ist schon alles gut und fein, so wie ich mir diese Reise hier zurecht gelegt habe. Macht mega Laune und ist nahezu unbezahlbar. Love it. Thats why … ist da wieder mal so ein Bild, dass an diesem Abend entsteht.
Tag 7 – Camping Mutzschen – Dresden – 90km, 431hm, :43Fz
So schnell vergeht eine Woche. Kaum gestartet ist der letzte Tagesritt vor der Tür. Ein letztes Mal wird der Soto angeworfen, das BigAgnes wieder eingepackt, Müsli im Titanteller vorbereitet und dann alles in die Taschen von SpeckGear verstaut. Appropos Speckgear. Bis auf die nicht 100% zu meinem Tubus Tara Titan Halter Lowrider passenden Haken waren die Taschen eine Bank. Robust und – das wahrhaft der Benefit: mit mächtig Stauraum. Sogar mein Zelt habe ich in der Tasche verstaut und somit mein Heck-Rack schlank und komplett frei gehalten. Funktional genial einfach. Haken einklippen (vorne besser zB mit dem Tubus Duo o.ä.), oben einklippen, festziehen, fertig. Sitzt, hält, scheppert nicht. Auf und zu mit 2 Clips und fertig ist die Laube. Die Öffnungen sind perfekt groß und der Stauraum innen wie gesagt üppig. Leider kein Innenfach. Das robuste Material 560 dtex PA 6.6 SENSIL® ToughTex ByNature hat den Abgang auf der Wurzelpiste schadfrei überstanden und auch meine Kollission an einer verzinkten Baustellenstange entlockte den Taschen ein müdes lächeln. Nix passiert, weiter im Text.
Der CampPlatz in Mutzschen ist eine feine Oase, fernab von Hektik und vor allem fernab von XXL-Glamping. So lob ich mir das. Das gehäkelte Maskottchen baumelt künftig und vor allem selig an meinem Sattel. Nun schwenke ich so langsam auf den Elbradweg Richtung Meißen (auch hier ein vielbesuchtes Weinfest – halligalli in den Gassen) und auf einmal, als ob man einen Schalter umgelegt hätte, zack, lauter (e)Biker … einige mit, andere ohne Packtaschen, auf jeden Fall aber in guter Zahl. Auch nehmen die Einkehrmöglichkeiten an Umfang zu, dennoch entscheide ich mich durchzuziehen und das Tempo auf den guten Wegen, die nur gelegentlich von (glatten) Pflastersteinen unterbrochen werden beizubehalten.
So dauert es nicht lange und ich lande wieder in Dresden in „meiner“ Fabrikantenvilla bei Cindy in Radebeul an. Wunderherrlich. What a Trip. 611Kilometer auf der Uhr und alles hätt jut jejange. So mag ich das. Keine PPlatten, viele schöne Momente, eine tolle Route, herrliche Natur und die Erkenntnism dass auch nach über 30Jahren Mauerfall die HälftenOst&West noch nicht wirklich zusammengewachsen sind. Ich glaub ich muss bald wieder mal los 🙂
Fazit









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