GoWest & Frankreich Loop – Best of

Was für eine wunderbar Reise. Der Name „GoWest“ ist ein stückweit irreführend und in der Nachbetrachtung nicht wirklich 100% zutreffend. GoWest ergab sich aus der Vorgeschichte unserer 2025er Deutschland-Tour (Projekt GoNorth) und der Idee meines Buddys Lothar, dass wir diese vier Himmelsrichtungen in unserem Leben noch „abarbeiten“ wollen. GoWest ist also nur ein Teil der Wahrheit, weil in Wirklichkeit drehte die Nadel dann spätestens am Atlantik in Richtung Norden und ab der Bretagne wieder in Richtung Osten. Auch die Anreise hinunter zur Cote d Azur war ja streng genommen auch eher ein GoSouth. Was ich sagen will: im Grunde war es ein kleiner Kreis, wie die Karte offenbart. Der Name bleibt und sollte vielleicht mit der Headline „Frankreich Loop“ wahrheitsgetreu ergänzt werden. Nachdem ich im Blog „live&in Farbe die Interessierten ein wenig textlastig, aber tatsächlich meist live habe teilhaben lassen, will ich Euch nun elend lange abendliche Lesepassagen ersparen und in den nächsten Tagen eher die Bilder sprechen lassen, sagen diese doch bekanntlich mehr als 1000 Worte. Von den knapp 2000 Bildern (etliche hab ich schon ausgemustert) und auch einigen Videos will ich hier ein kleines BestOf versuchen und Euch inspirieren und einmal mehr empfehlen: *t*u*n ist das Motto. Machen ist wie wollen nur krasser. Glaubt mir, es geht, wenn der Kopf will, können die Beine folgen … und der Gewinn, der Lohn für so manchen Schweißtropfen, den auch ihr vergießen werdet, ist ein unglaublich wohltuender, unbezahlbarer Happiness Score und jede Menge Erinnerungen und positive Vibes, die Euch für den Rest des Lebens niemand mehr nehmen kann. Ein YouTube Video wird das ganze (irgendwann) abrunden. Ein erster Vortrag ist schon jetzt fixiert: save the Date: Globetrotter Dresden 13.11.2026.

IST Tour GoWest 2026

ZDF – Zahlen, Daten, Fakten

54 Tage on the road. 54 Tage Glück & Happiness. 54 Tage Sonne, Schatten, Wind, Regen und jede Menge Emotionen. Doch zunächst einmal ein paar Eckdaten, ein paar Fakten, nüchterne Zahlen zu einer unheimlich intensiven und äußerst abwechslungsreichen Tour, die auf meiner Erinnerungsperlenkette sich wunderbar einreiht.

Kilometer: 4.370 netto – ohne den ein oder anderen Schwenk des Abends (entspricht 81km / Tag)

Höhenmeter: 24.434 netto – leider ohne die Splügen Rampe (ca 100km), die wir mit dem Bus (Chur-Bellinzona/CH) überbrückt haben. Die Wintersperre bis 1.5. war uns da im Weg.

Fahrzeit: 257 Stunden 50 Minuten netto im Sattel, d.h. ohne 100te von Pausen, ohne Pinkeln, ohne die ungezählten schönen kleinen Gespräche, die mich zu einem kurzen oder längeren Stopp veranlasst haben.

Gewicht : Bike ca 17-18kg – Gepäck (schwankend) nochmal ca 16-17kg / Udo Start 85kg – End 78kg

Platten: Null – der Schwalbe G-One 2,8 hat ganze Arbeit geleistet, nicht einmal musste ich nachpumpen, gefahren wurde meist mit knapp 3bar

Pannen: Null – das gesamte Setup, allem voran das Pinion P.18 Getriebe mit dem Gates Riemen: eine Bank. Einzig und allein, habe ich einmal die vorderen Bremsbeläge vorsorglich getauscht. Und am Ende der Tour war es notwendig den Riemen wieder ordentlich zu spannen und dem Pinion Getriebe frisches Öl zu spendieren. Thais all. Das perfekte, klapper- und sorgenfreie Setup. Dankbar ich bin.

Menschen des Weges: sehr sehr viele. Allein über 25 habe ich mit einem Selfie „konserviert“ und für die Ewigkeit festgehalten. All jenen, aber auch den vielen, vielen anderen, die mir ein „God bless you“ nachriefen, die mich vor Schlangen warnten oder mir nur einen kurzen Rat gaben oder mich so freundlich bedienten, berieten oder einfach nur da waren: DANKE.

Glücksmomente: unzählige / Schrecksekunden: maximal die eine, als der Schlüssel fürs (geschlossene!) Schloß abgängig war :-), vielleicht auch jene, als ich am Bodensee die 30cm hohe Kante komplett übersah und dennoch schadfrei eine Stufe tiefer zum Stehen kam.

Ladezyklen Formumslader: täglich einmal voll gepowert, das reichte abends jeweils für meine Grundversorgung der Apple Geräte und des Garmins.

verlorene Gegenstände: 1 Kabeltäschchen, 1 Paar Socken, 1 Stirnband (das schöne HardrockCafe), eine fast leere Sonnencreme Tube

gewonnene Dinge: 1 bretonische Flagge (danke Laurent&Rozann), 1 Ayuverda Handgel (danke Geneviewe), viele tolle Bekanntschaften, die bisweilen diese Tour überdauern und Bestand haben werden (Laurent, Rozann, Olivier, Delphine, Geneviewe, Lise, Julia, Wolfram, —u.v.m. … Astrid, Erich, Georg, Lole, Michael, Susi sowieso :-))

 

Happiness Score: 110 von 100 !

nächster Vortrag zur Reise: 13.11.2026, 17h, Globetrotter Store Dresden.

Doch nun erstmal der Reihe nach –>

 

Menschen

„Es fängt alles mit Menschen an“ schrieb Patrick Jacob (den ich sehr schätze), Geschäftsführer bei Fa. Jacob als Motto zu seiner 100 Jahr Feier aus, seinerzeit im September 24. Und recht hat er. In (KI)Zeiten wie diesen allemal: der Mensch ist nicht nur Mittler, Bindeglied, Ratgeber, Seelsorger, Helfer, Retter und Kommunikationsschnittstelle, der Mensch an sich ist auf einer Reise wie dieser ein wichtiger und wertvoller Wegbegleiter. ein Companion of Journey. Ohne all diese Menschen des Weges gäbe es keine „weiterkommen“, manche Begegnungen sind nur kurz und flüchtig, manche überdauern die Reise deutlich und halten an – allen ist eines gemeinsam: sie haben ein Stück Zeit und Weg mit mir geteilt und wir haben „Geschichten getauscht“ – all diese Begegnungen sind das Salz in der Suppe, der Punkt auf dem i, die Sahne auf dieser äußerst schmackhaften Reisetorte. Egal ob mit meinem jahrzehntelang erprobten Freund Lole oder mit Kollege Erich, egal ob der „Hippie“ Andre am Wegesrand oder der wunderbare Abend und Morgen mit Flo&Flo am Ende der Reise oder die Tage mit Geneviewe und last but not least meinen neuen bretonischen Freunden Laurent, Rozann, Olivier &Co: es war so schön Euch zu treffen, getroffen und kennengelernt zu haben. Ihr seid alle Teil meiner Reise und bleibt mir in sehr guter Erinnerung. Wolfram, der seinen Karren durch die Wälder zieht, Mike der uns Mailand gezeigt hat, Franz&Jürgen und ihre Geschichten, Michael mit seiner Gastfreundschaft, Stephen der coole Typ, Julia die beeindruckende, Lise die smarte und spontane, Susi die Treue, Georg der Zuverlässige, Natalie die Reisende, Edward der Bikepacker, Astrid die sensationell gastfreundschaftliche und natürlich Mr.R den ich fortan duze, und und und … :

IHR WART SPITZE !!

Wegbegleiter

Teil 1 – Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Schweiz

*** coming soon ***

Collage BestOfWo1
Collage BestOfWo1

Teil 2 – Italien

*** coming soon ***

Teil 3 – Frankreich

*** coming soon ***

A – Z

Was fällt mir von „A“(utos im Ausland“ bis „Z“(elt) denn so alles ein, wie haben sich meine Sachen bewährt, was ist eine Erwähnung wert, was war Mist und wie krieg ich dass alles in eine „greifbare“ Liste hier mein A-Z Versuch (alphabetische und nicht bewertende Rangfolge).

A wie Autoverkehr. In Frankreich ist der Radreisende, so meine Erfahrung auf bestimmt 80% der Strecke sehr Safe und sicher unterwegs. Die Radwege eine Wucht, die Rücksichtnahme perfekt. Jeder Zebrastreifen führt automatisch zu einem Auto-Stopp, gehupt wird höchstens um zu melden „Achtung, Auto hinter dir“. In Italien sind Fiat & Co da etwas robuster unterwegs. Abstand wird überbewertet und an dem Radler kommt man doch immer noch vorbei. Auf deutschen Straßen ist die Sachlage eh klar: das Auto ist der Stärkere und im Zweifel hat der Autofahrer recht und überhaupt „eh, der Radweg is da drüben“ (was man mit der Hupe laut und deutlich sagen kann). Klingt sehr allgemein, enthält aber Körner von Wahrheit.

B wie Bretagne. Wow. Wie fein es dort war. Die Bretonen sind gastfreundschaftlich und herzlich, offen und zugewandt. So habe ich sie zumindest kennengelernt. Das kleine Land ist schön und hat viel zu bieten. Ich war zum ersten ABER nicht zum letzten Mal dort. Rozann&Co See you soon.

C wie Campingplätze. Ja, Wildzelten ist toll und noch einmal freiheitlicher. Kein Thema. Aber auch ein Campingplatz hat seine Vorteile. Du hast fließend (warm) Wasser, eine Toilette, meist eine (warme)Dusche und mit etwas Glück auch einen Tisch und eine Bank. Man ist sicherer und im allerbesten Fall hat man auch etwas Infrastruktur und vielleicht sogar Restaurant mit Pizza und Pasta. Und – das muss unbedingt gesagt werden – die Plätze in Frankreich sind sensationell günstig, die Municipal allemal. Kaum ein Platz rief eine zweistellige Summe auf, 6, 7 oder selten 8, 9 Euro waren der zu entrichtende Obolus. Wow. Klasse.

D wie durchhalten. Durchhalten ist manchmal einfacher gesagt wie getan, aber wichtig. Es gibt Momente, da glaubst du, es geht nicht vorwärts, da bremst der Wind erbarmungslos, der kündigt sich die Regenfront an, der kommt der Plan A ins Wanken und du musst dich neu orientieren. In diesen Momenten hab ich mich an dem Begriff „Face it“ festgehalten, der dann zu einem „Halt durch“ mich motivierte.  Wegducken bringt nix, die Flinte ins Korn werfen sowieso schon mal gar nix. Also was bleibt? Face it, durchhalten. Die windige Passage geht vorüber, die Regenfront zieht schon wieder ab und die garstige Strecke wird irgendwann mal wieder glatt. Egal was kommt, verzweifeln bringt ja nix, meckern nicht und fluchen macht nur schlechte Laune. Also was machen wir: am Riemen reißen, durchhalten. Es wird schneller wieder gut, als du glaubst. Believe.

E wie Energie. An Energie herrschte kein Mangel. Sowohl mental als auch technisch. Mental speist sich das System Udo von den andauernden wunderbaren Eindrücken, die es auf der Reise zuhauf gab, bisweilen tat meine JBL Clip4 Box ihr übriges dazu. Technisch war ich via SON und Forumslader gut versorgt und wenn wirklich irgendein Gerät des Abends low Level hatte, gab es hie oder dort auch eine Steckdose. Man ist ja in Mitteleuropa unterwegs.  Die gefühlte Energie mit der ich heimkam lag bei 100%.

F wie Frankreich. Egal welchen Abschnitt ich mir in Erinnerung rufe: jede Ecke hatte ihren Reiz, die Cote d Azur glänzt mit wunderbaren Radwegen, die Querung hinüber zum Atlantik hat einen rauen Charme, am Atlantik ist es wild und wunderbar und wer nach der Bretagne durch die Normandie radeln darf, wird reich belohnt. Ich war hinsichtlich des Reiseziels F skeptisch, habe aber die Wochen in diesem Land sehr genossen. herzhaft, freundlich, zugewandt und trotz meiner mangelhaften Sprachkenntnisse zu keinem Zeitpunkt ein Problem. Klasse. Von den phantastischen Radwegen mal ganz zu schweigen. Die Boulangeries sind eine Wucht und das Bier ist lecker. Kurzum: ich komme wieder.

G wie Gewicht. Das Thema triggerte mich im Vorfeld ein wenig. Zuviel, zuwenig. Was kann man weglassen, was braucht man unbedingt. Am Ende war es goldrichtig. Kein Drum Zuviel, aber auch nix umsonst mitgeschleppt. Und dann ging es im täglichen tun irgendwie doch ganz easy und es war mir egal, ob ich 15 oder 17kg an Bord hatte. Klar, meine Ausrüstug hat im Laufe der Jahre an Gewichtsqualität gewonnen, sprich die einzelnen Teile sind im Zweifel schon leicht genug. Das zahlt sich auf einer langen Reise dann aus. Bikepacker und solche, die es werden wollen, werden ein Gefühl entwickeln. Einmal-Reisenden wird es egal sein, wenn sie 1x overloaded sind (im schlimmsten Fall sind sie dann aber auch nicht angefixt) 😉

H wie Himmel. Der Himmel über mir war meist blau, manchmal auch schicksalsschwanger extrem düster, manchmal äußerst wolkenverhangen – immer aber nach oben hin offen und freiheitsspendend. Egal welche Perspektive, welches Schauspiel sich bot. Der Blick hinauf lies mich manchmal einfach nur „danke Jonas“ sagen und manch einer weiß was damit gemeint ist. Ein wenig Demut.

I wie Internet. Tatsächlich ist es Fakt. Auch einer solchen Reise ist man oft online. Klar, ich bediene meinen Blog, aber nicht nur das. Der Wetterbericht, der RegenRadar, die Kommunikation, die tägliche Statusmeldung (für Famliy & Co), die Infos zu Campingplätzen und vieles, vieles mehr ist Teil der Reise. Klar ginge es auch ohne, klar könnte man mit Kompass und „guter Nase“ auch vorwärts kommen, aber sowohl die Planung im Vorfeld als auch die Infoquellen unterwegs sind wertvoll und überaus hilfreich.  Dennoch – Logo – sollte man nicht alles und jedes dem www überlassen. Oft hilft der Talk mit dem Mann, der Frau am Straßenrand und man ist im Zweifel sogar besser im Bilde. Tipps an der Stelle: Apps wie zB Welcome to my Garden, 1NiteTent, Park4night, Norcamp, Shelter, warmshowers, VeloPlanner uvm.

J wie Jonas. Danke Jonas. Du bist immer wieder mal mit dabei, dann denk ich an dich und sende Dir einen Gruß. Und nicht selten kommt dann ein Sonnenstrahl hinunter.  

K wie Kino  passend zum Thema dieser Tage geht ein toller Bike Film an den Start „Auf zwei Rädern“. Das berührende und lebensbejahende Roadmovie erzählt die Geschichte zweier Freunde und ihres Hundes, die sich gemeinsam auf eine außergewöhnliche Reise begeben. Mit viel Wärme, Humor und Menschlichkeit feierte der Film in Frankreich große Erfolge und entwickelte sich dort zu einem echten Publikumsliebling. Werfen Sie hier einen Blick in den Trailer.

—>> wer mir schreibt bekommt zwei Freikarten !

L wie Luxus. Der wahre Luxus ist die Zeit, die mir zu Verfügung steht. 24h am Tag. Diese so nutzen zu dürfen ist ein Privileg, für das man dankbar sein darf. Wir haben alle gleich viel Zeit zu Verfügung. Nutzen wir sie. Jeder nach seinem Gusto, Acht Wochen unterwegs sein zu dürfen (zu können) ist nicht selbstverständlich, aber letztlich ist es egal ob 8 Tage, Wochen oder Monate … was zählt ist doch letztlich nur, das man am Ende eines jeden Tages zufrieden sagen kann „Mann war das schön heute“. Dazu braucht es nicht viel. Das ist echter Luxus.

M wie machen (oder TUN). Ihr kennt mein Credo. Hätte, könnte, sollte sind nur die Vorstufe. Ohne Tat wird dass alles Nix. Traut Euch, es geht nicht um den Rekord, oder die Bestmarke, es geht ums Erleben. Vor der Haustüre oder in Afrika. Doesn t matter. Hauptsache ihr geht es an. Ein Plan, etwas Zeitbudget und los geht’s. Ihr werdet sehen: es macht glücklich.

N wie Neugier. Neugier ist wichtig. Neugier bringt dich vorwärts. Bleib neugierig und du wirst Dinge erleben, entdecken, die eben im besten Falle NEU sind und dich somit bereichern. Wer unterwegs neugierig ist, wird reich beschenkt. Egal ob mit Anekdoten oder Eindrücken.

O wie ohweh. Gehört eigentlich eher zu P wie Po. (P is schon vergeben). Ohweh tut der Po nicht weh, wurde ich mehr wie 1x gefragt. Die Anwort lautet „Nein“. Man nehme täglich eine „Erbse“ Melkfett und reibe vor der Tour die zwei wichtigen Punkte am Sitzknochen ein. Bei mir hat das funktioniert … aber to be honest: natürlich merkt man am Ende eines langen Tages seine vier Buchstaben dennoch auch mal.  Mit Melkfett wird das Ganze aber sehr gut erträglich.

P wie Power. Oder P wie Pause. Beides geht einher. Die Power kommt aus meinem Nabendynamo und speist meine Powerbank, den Forumslader. Damit kam ich 8 Wochen wunderbar über die Runden. Die Pausen sind wertvoll für Körper und Seele und wichtige Bestandteil der Tour. Pausen sind die halbe Miete. Da tank ich Kraft, da komm ich runter, da erde ich mich neu und fühl mich gut. Ohne Pause keine Tour, keine Tour ohne Pause. Egal ob nur kurz 5min am Wegesrand oder ausgiebig in eine. Café meiner Wahl. Kraftquelle Pause. Love it.

Q wie Quillt. Siehe auch Therm-A-Rest. Quillt statt Schlafsack. In vielen Fällen eine super Alternative, leichter, kleiner, komfortabler. Ich nutze in sehr vielen Overnighter Fällen ausschließlich meine Quillts (Frühjahr/Sommer: Therm A Rest, Herbst/Winter: WesternMountaineering).

R wie Radfahren. Radreisen ist happiness pur. Es macht so Spaß on the road zu sein, Menschen kennenzulernen, Ort- und Landschaften zu durchqueren, zu staunen und all das in sich aufzusaugen. Jedes Land hat seinen Charme und seinen eigenen Charakter, jedes Land ist toll. Die Radwege in Frankreich eine WUCHT. EINE WUCHT. Ich schwöre.

S wie Schwalbe bzw. S wie Soto. Schwalbe G One 27,5×2,8. läuft ruhig und tat über >5000km  (er war NICHT neu als ich losfuhr) beständig, zuverlässig, klaglos und pannensicher seinen Dienst. Never change a Running Tireset sagten schon die Römer, oder? Mein Soto Windmaster war täglich im Dienst und ich liebe die Zeremonie. Egal ob der Wind bläst oder nicht: der Windmaster hält die Flamme und geht sparsam mit dem Gas um (keine drei Kartuschen habe ich bei tgl. Nutzung gebraucht). Top.

T wie Tailfin oder T wie Therm-A-Rest. Tailfin war ein guter Teil meines Taschensystems. Eine Bank. Sitzt bombenfest, ist wetterfest. Da klappert nix, der scheppert nix und ist funktional darüber hinaus über jeden Zweifel erhaben. Klasse Ware. Tailfin 100Punkte.  Auch meine zwei ThermaARest Teile haben mich einmal mehr überzeugt. Mein Vesper Quillt ebenso wie meine leichte NeoAir Matte. In den kühlen April Tagen half ich mir mit der britischen Thermohose von OMM, im Mai/jun kam ich mit dem Quillt bestens zurecht. In beiden Fällen bleibt das Packmass best class.

U wie Udokah. Die Ableitung von Udo K.  Das hier ist mein kleiner privater Spaß, meine Ecke, die ich mit Euch teile und der Raum, der so manche Begegnung und schöne Kommunikation ermöglicht hat. Wer hier klickt, wird nicht getrackt oder ausgewertet, kein Cent fließt, weil es keine Werbelinks gibt, sondern nur ein wenig Leidenschaft by Udokah. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Danke, das ihr ab und an reinschaut. 

V wie Velodysee oder V wie VeloPlanner. Velodysee was für ein Name, was für ein tolles Konzept. Da hat der französische Tourismusverband ganze Arbeit geleistet. Chapeau.  Alle Routen dort, allen voran die Velodysee, aber auch entlang des Canal du Midi oder den Eurovelo-Wegen … egal wo: es lässt sich im Ganzen Land wunderbar radeln.  Klasse.  Der VeloPlanner hat meine Planung nicht nur unterstützt sondern besonders die Wahl der Campingplätze sehr, sehr erleichtert. Die App funzt super und die Bedienung ist intuitiv.  Chapeau an Kacper, dem Macher dahinter.

W wie Wetter. Das Wetter hatte dieses Mal alles zu bieten. Es war warm, es war kalt , es war windstill und es hat geblasen wie blöd. Es gab Regen, es gab Sonne, es gab Wolken, es gab Mond. Am Wetter kannst du eh Nix ändern, drum ist man gut beraten, die richtige Ausrüstung dabei zu haben, was mir gelang. Noch ein Teil Zuviel hatte ich dabei, insofern, alles richtig gemacht. Manches Mal war ich am verzagen, insbesondere auf den einsamen Feldwegen am Atlantik entlang, als der Wind mich abhalten wollte vorwärts zu kommen und das Thermometer unter 10*C anzeigte – da kommt der Schweinehund und will mich verführen aufzugeben. Nix da.

X wie Cross. Vom Crossen, da komm isch her, könnte man sagen. Insofern passt das. Gibt’s ja nicht nur den AlpenX sondern auch einen Frankreich Cross bzw. In diesem Fall einen „Cross“ von der Haustüre bis ans Mittelmeer, vom Mittelmeer bis zum Atlantik. Nix arg alpines, aber eine Traverse der besonderen Art.

Y wie Yes I Can. Ja, in der Tat. Ich wusste zu Beginn echt nicht, ob ich durchkomme, ob ich in Nizza ankomme, geschweige denn den Plan wirklich rocke. Und dann läuft es wie von selbst. Man ist fokussiert, man hat einen (groben) Plan und man arbeitet diesen dann Stück für Stück, Kilometer für Kilometer konzentriert ab und siehe da: es geht doch. Das Knie hält, selbst die Grasmilben halten uns nicht auf und mit positiven Gedanken, Unterstützung und Beistand von „oben“ (danke Jonas) geht es immer irgendwie.

Z wie Zelt. My Home is my Castle. Ich war lange am überlegen, doch eigentlich war klar: ich nehme das bewährte BigAgnes Copper Spur2 UL.  Das Doppelwandzelt mit zwei Eingängen und der Bodenplane ist zuverlässig und bietet mächtig Platz, hielt einigen Regengüssen stand und ist schnell auf- und abgebaut. Das HubbaHubba von MSR (Lothar hatte ein solches dabei, auch bei der Ostsee Tour) wäre die Alternative, die ich beim nächsten Trip mal testen werde.

Fazit

*** coming soon ***