Es ist wieder da. Dieses Gefühl. Puls steigt, ein Grinser schleicht sich ins Gesicht … die Träume bekommen wieder einen (anderen) Fokus, im Kopf entsteht ein Bild. Nach der erfolgreichen „Go North“ Tour 2025 (einmal TransGermany von der Haustür bis zur Norderney) lautet der Arbeitstitel in diesem Jahr nunmehr „Go West„. Und wenn schon „…West“ dann richtig, dacht ich mir so. Kurzum: es gibt einen Plan. Einen etwas umfänglicheren.
Mein bewährter Kumpel (Friend since ´71 !!) Lole startet mit mir im April ab Haustüre Chiemgau. Wir werden zwei gemeinsame Wochen haben und in Nizza anlanden. Salzige Luft einatmen, einen Rotwein trinken, uns abklatschen und breit grinsen (so alles gut geht). Lothar wird dann den Bus Richtung Heimat besteigen und meine Reise wird mich die nächsten 6Wochen durch Frankreich führen … entlang der Cote ´d Azur, durch die Bretagne hinüber an die Atlantikküste, hinauf nach Rennes und dann werde ich in Mont St.Michel ein Foto schießen. Dort wird Buddy Erich zusteigen, mit dem ich ein tolles Weekend im Lungau verbringen durfte und wir finden einen Weg über Paris, den Schwarzwald zurück ins Ländle …. Freiheitsblues. Jetzt kommts grad wieder, dieses Gefühl, der Puls steigt, der Grinser schleicht sich ein … im Kopf erscheint das Bild der Karte … die Tracks sind dieses Mal mit dem Veloplanner entstanden (aber auch auf komoot zu finden). Die orange Linie muss noch feingetunt werden.
Wobei etwas ist anders dieses Mal. Wir werden mit ungleichen Waffen kämpfen. Lothar wird sein leichtes Gravel dabei haben, ich bin mit meinem BBB (best buddy Bike) am Start – dafür kam es in die Garage: dafür ist es gebaut. Lange Touren, lange Reisen, stabil, unbeeindruckbar, (m)eine Bank. Mein Wheeldan Titan BBB mit der Pinion P1.18. Träumchen. Kurzum: ich bewege ein paar Gramm mehr, hab die fetteren Reifen (2,8) und bin somit insgesamt robuster und „dicker“ unterwegs. Sowhat, muss er halt ab und an a bisserle warten, der Lothar.
Nachdem wir Mitte April starten wollen und ab Bodensee irgendwie über die Berge müssen, gibt es im Wortsinne zwei Hürden, die wir meistern müssen: den Berg als solches und das Wetter. Geschlafen wird im Zelt, gekocht auf dem Soto. Die Ausrüstung wird einmal äußerst sorgfältig und penibel auszuwählen sein. Warm, leicht, klein, wetterfest .. .all das.
Der Plan ist am Tag 10 in Milano am berühmten Piazza Del Duomo einen gepflegten Cappucino (egal wie teuer) zu trinken und breit zu grinsen, bevor es weiter nach Genua und schließlich entlang der Küste über Monaco nach Nizza geht.
In den nächsten 2-3Wochen wird sich dieser erste „Go West“ Vorbereitungs Blog sich hier mit mehr Details füllen. Was kommt an Bord, wie packe ich, was kommt mit, was bleibt daheim, wie kommt der Strom in welche Powerbank, all sowas … … dranbleiben.

Neueste Kommentare